*Maul*
Da finden sic mittlerweile bemerkenswert viele und auch gute Angebote fuer E-Books auch in unseren Landen, doch was fehlt? Ein anstaendiges Geraet!
Alle moeglichen Anbieter uebertrupfen sich in den letzten Wochen und Monaten damit was fuer tolle Reader sie denn auf den Markt geworfen haben oder werfen wollen. Und, wie sieht die Realitaet aus? Sehr ernuechternd. Nuechterner wie die leeren Flaschen nach einem Junggesellenabschied.

Die Parade fuehrt Amazon an. Kindle, Kindle 2... interessante Geraete. Regulaer hier in Deutschland zu erhalten? Nein. Beide nicht. Der Kindle DX, die neue Form... nada, ist noch ueberhaupt nicht auf dem Markt. Faellt aus der Betrachtung raus.

Sony ist da etwas schneller, der E-Book Reader PRS-505 ist schon etwas laenger bei Bol und Consorten erhaeltlich. Ok, 11.03.2009 um genau zu sein. Hat aber kein WLAN.

Plastic Logics hat ein sehr ansprechendes Teil entwickelt. WLAN, grosses Display... und fruehestens Anfang 2010 erhaeltlich. Ob auf dem europaeischen Markt ebenso wie auf dem US-amerikanischen ist noch nicht sicher, man geht nur davon aus. Faellt also auch raus.

Das Cybook ist hierzulande ueber den Weltbildverlag zu beziehen. Im Vergleich recht guenstig, aber bei genauerer Betrachtung wird klar warum. Geringerer integrierter Speicher (512MB), kein WLAN, GPRS oder UMTS. Also rein reines Kabelgeraet. Faellt weg.

Der BeBook ist zumindest schonmal in Deutschland erhaeltlich. Preis ok, nur USB. Also adé.

iLiad heisst ein Produkt von irextechnologies.com. Soll wohl auch hier in Deutschland bereits erhaeltlich sein, wo habe ich nicht rausgefunden. Dieser Reader hat den Vorteil, das dort auch Notizen aufgezeichnet werden koennen. Interessante Funktion. Aber sonst bietet er nichts wirklich spektakulaeres. Ahja, WLAN ist vorhanden. Aber halt, was sehen meine Augen da? Keine Unterstuetzung fuer das ePub-Format. Also ausgesondert.

Aber gibt ja noch mehr. Die Firma Foxit stellt auch einen Reader her, den eSlick. Mir kommen Bilder einer eSchnecke in den Sinn, aber egal. Ausserdem kann das Teil nur PDF und Text, alles andere muss nach PDF konvertiert werden. Und ja, kein ePub und kein WLAN. Der magere interne Speicher von 128MB mal gar nicht betrachtet.

Aus Deutschland selbst kommt der Txtr. Der macht erstmal einen interessanten Eindruck, WLAN, ePub, beides da. Habe ich schon erwaehnt das dieser Reader noch nicht auf dem Markt erhaeltlich ist? Also faellt der auch weg.

Irgendwo in den Tiefen der japanischen Welt gibt es dann noch einen Reader, ich glaube von Fujitsu, welcher schon die farbige Variante der eInk darstellen kann. Das Geraet hat sich aber noch nichtmal in Japan wirklich durchsetzen koennen. Aber die Farbe, ich denke da kann der Hersteller bereits fuer die kommende Generation der E-Book Reader Erfahrung mit sammeln.

Den Blackberry oder das iPhone betrachte ich dafuer gar nicht. Nein, da ist mir das Display eifnach zu klein.

Aber um mal klar zu schreiben, was erwarte ich von einem E-Book Reader den ich mir kaufen wuerde? Ein Display welches in der Lage ist auch Magazininhalte darzustellen. WLAN soll er haben, ich habe in der heutigen Zeit einfach keinen Bock mehr mehr als noetig so ein Kabel rein raus Spiel zu betreiben. ePub und PDF sind prima. Gerade in der Uebergangszeit bis die Masse der Verlage geschnallt hat das es auch sowas wie ePub gibt und diese auch toll aufbereitet sein koennen, ist PDF noch Pflicht. Musik... wozu? Das soll ein E-Book Reader sein, kein Multifunktionsgeraet. Den ganzen Officegedoens, Word, Excel und Powerpoint, danke, brauche ich auf so einem Geraet nicht wirklich. Dafuer gibt es andere mobile Geraete. Ich will auch keine Store-Bindung. In einem Laden kaufen, auf den Reader uebertragen, fertig. Und nicht: "In einem Laden kaufen, Store-Software starten, uebertragen, fertig." Ach, und ich will mit so einem Geraet nicht spielen.  Ich will damit lesen. Habe ich schonmal erwaehnt das ich mit einem solchen Geraet Publikationen welche sonst nur in gedruckter Form vorliegen bequem LESEN will? Vorzugsweise Romane, aber auch fuer den Weg zur Arbeit zu Hause noch schnell geladene Textdateien um etwas schnell zu ueberfliegen. Partiell haben Haendler das ja schon erkannt und auch angefangen alte, in gedruckter Form nicht mehr erhaeltliche Werke zu veroeffentlichen. Positives Beispiel ist da in meinen Augen der Laden Fictionwise. Dort habe ich vor zwei Wochen die Bucher der Dray Prescot-Reihe von Alan Burt Aker gefunden, zu annehmbaren Preisen. Klasse, mehr von solchen vergriffenen Titeln.

Wenn dann auch noch die Verlage von Rollenspielen, wie Ulysses, Pegasus und Co. es schaffen ihre Publikationen auch in einem vernuenftigen digitalen Format rauszubringen, dann waere ich gluecklich und wuerde dankend einen E-Bookreader kaufen und mit Inhalt fuellen. Zeitungen beginnen ja nun so langsam umzustellen, aktuell ist die taz ja dabei. Das Angebot von Amazon in den Vereinigten Staaten ist klasse, aber nicht hier zu beziehen. Wenn ich mal bedenke das ich einen guten Teil des Altpapieres nicht mehr produzieren wuerde... hey, ich muesste weniger wegbringen.

Ah, und nicht zu vergessen, technische Buecher. Heute erst kam bei mir 21st Century Game DesignBild
an. Tolles Buch. Als E-Book aber nicht schlechter. Ich fuerchte so langsam muss ich zu Hause Buecher nach Prioritaet in das Regal stellen und andere in die Abstellkammer.

Aber mit der derzeitigen Lage: Nada. Schoene neue E-Book Welt.

Quellen: AmazonBookeen, Weltbild, mybebook.com, Foxit, GolemFictionwise