Im Zuge der letzten Veröffentlichungen zu #Prism und #Tempora wird es Zeit mit meinen Daten wieder nach Hause zu kommen. Also drachte ich mir: Ran ans Werk!

Mein Blog, welches ist Ende 2011 von Wordpress zu Blogger habe umziehen lassen ist nun wieder auf meinem eigenen Webspace unter Wordpress gehostet. Im Zuge dessen sind so einige Plugins welche externe JS-Bibliotheken nutzen rausgeflogen. Zwar wird das Blog nun nicht mehr mit der Geschwindigkeit von Googles Infrastruktur geladen doch dies ist ein absolut vertretbarer Kompromis.

Weiterhin habe ich mich von Pastebin.com verabschiedet. Als Ersatz nutze ich nun eine bei mir gehostete Instanz von Stikked. Das von Claude Hohl entwickelte Programm ist nicht ganz so elegant nach meinem Geschmack aber für meine Zwecke ausreichend da es auch die Möglichkeit bietet in Wordpress eingebettet zu werden.
Interessant in diesem Kontext finde ich ZeroBin. Dieses, im Prinzip auch ein Pastebin für den eigenen Webspace, zeichnet sich dadurch aus das die dort abgelegten Daten verschlüsselt sind. Bedeutet: Der Server selbst kann selbst nichts mit den Inhalten anfangen. Selbst wenn jemandem ZeroBin nicht zusagt, ein Blick auf die Seite lohnt sich dennoch. Am Ende befindet sich eine Linksammlung von weiteren Pastebinklonen welche ebenfalls ihre Daten auf verschiedene Arten verschlüsselt ablegen.

Was wird sonst noch passieren? Meine @janhkrueger.de-Mailadressen werden wieder bei mir betrieben. Vor Jahren bin ich damit zu Google Apps gewechselt. Der Service ist schnell und zuverlässig. Bei dieser Umstellung erwarte ich persönlich auch die stärksten "Unbequemlichkeiten" für mich. Denn der Webmailinterface von Google Mail sowie die Spamerkennung ist in meinen Augen bisher ungeschlagen. Aber gut, nur eine Frage der Zeit bis die Umgewöhnung durch ist. Knackpunkt hierbei wird sein wie ich den Übergang gestalte damit nicht unnötig viele Mails verloren gehen oder zurück geschickt werden.

Wo ich keine Hand anlegen werde ist mein Macbook. Auf diesem läuft sowieso schon Linux. Und für meine Mailkommunikation findet auch bereits seit längerem die GPG Smartcard ihren Einsatz. Wobei dieses zugegebenermaßen in den meisten Fällen bei einer Signierung bleibt da meine üblichen Gegenstellen selbst kein GPG verwenden. Was nicht ist kann aber vielleicht noch werden.

Insgesamt mache ich mir da nichts vor, wer an die Daten will kommt sicherlich auch daran. Ist es die ganze Arbeit dennoch wert? Die Frage darf und sollte in meinen Augen so nicht gestellt werden. Denn dieser Aufwand muss es mir, uns allen, wert sein diese Zeit und den Aufwand zu investieren. Auch wenn es nur Anfänge sind, es gibt noch mehr anzugehen.

Interessant, oder eher begrüßenswert, ist das seit den Veröffentlichungen rund um Prism und Tempora der Verkehr über mein Tor-Relay um ca. 10 Prozent gestiegen ist. Die Überlegung welche ich bereist seit längerem Hege einen eigenen Yacy-Node aufzustellen ist nun ausgereifter und wird wohl nächsten Monat in Angriff genommen.

Quellen: Stikked, Zerobin